Sinnbild für automatisierte Unterstützung von Social Media Werbeplattformen beim Erstellen, Managen und Controlling von Social Media Kampagnen

Klicks und Tricks – Automatisierungen: wie Facebook und Co. uns die Arbeit abnehmen möchten

Automatisierte Placements? Automatic bidding? Angebote dieser Art findet man bei vielen Social Media Advertising Kanälen.
Der bekannteste Vertreter in der Online-Marketing-Welt ist wahrscheinlich die böse Checkbox unter der Interessen-Auswahl bei Facebook. Warum eigentlich böse? Sie verspricht doch Mehr Reichweite, mehr Conversions und das nur durch ein kleines Hakerl in einer Check-Box? Machen wir doch glatt!

Warum das keine gute Idee wurde schon in vielen Blog-Posts beschrieben. Old Story, short: Mit diesem Hakerl erlaubst du Facebook deine Interessen nach eigenem Gutdünken zu erweitern oder auszuschalten. Und wie es nun mal häufig so ist: jeder ist sich selbst der nächste. Also optimiert Facebook lustig drauf los. Hat dabei aber nicht deine Ziele im Kopf – bzw. im Algorithmus – sondern vorrangig mal die eigenen.

Wir haben für euch die bekanntesten Automatisierungsangebote genauer angeschaut.

 

1. Facebook: Automatisierte Placements

Facebook bietet diverse unterschiedliche Placements an. Sie variieren stark nach Plattform, Anzeigen-Format und erreichter Zielgruppe. Lässt man Facebook auswählen, welche Placements ausgespielt werden, hat das starke Auswirkungen auf die Performance der Kampagnen. Diese Auswirkungen werden häufig unterschätzt.

 

2. Facebook: Kampagnen-Budget

Derzeit kann man auswählen, ob man das Kampagnenbudget auf Ad-Set oder Kampagnenebene festlegen möchte. Wählt man die Kampagnenebenen-Varianten übernimmt Facebook automatisch die Aufteilung des Budgets auf die Ad-Sets. Die Onlinemarketing-Gemeinde steht diesen Feature kritisch gegenüber. Wie genau der Facebook-Algorithmus die Aufteilung vornimmt ist unklar. Auch die Eingreifoptionen sind beschränkt. De Facto werden viele eingefleischte Facebook-Ad-Manager auf diese Option verzichten. Allerdings ist dieses Feature ab September obligatorisch.

 

3. Google: Automatic Bidding

Google bietet die Möglichkeit die Bids auf einzelne Keywords und Placements automatisiert zu verarbeiten. Zugegeben das manuelle Optimieren der Kampagnen auf Keyword- oder Placementebene erfordert kontinuierliche Reportings und Wartungsarbeiten. Tatsächlich wird das automatische Gebot von Google häufig empfohlen. Der Nachteil ist natürlich wieder der Kontrollverlust. Man kann dieses Feature auch nicht nach belieben ein und aus schalten. Google honoriert zu häufige Änderungen in den Kampagnen nicht. Im Gegensatz zu Facebook Ads profitieren Google Ads massiv vom Alter der Kampagne. Je mehr Daten vorhanden sind, desto besser funktionieren auch die automatisierten Gebote.

 

4. Google: Dynamic Search Ads

Bei diesem Ad Format stellt Google die Inhalte der Titel-Zeile automatisiert zusammen. Zunächst nutzt Google Crawler, um die Inhalte der Ziel-Webseite und der Landingpage zu erfassen. In Kombination mit der Suchanfrage der Kundin wird dann die optimale Titel-Zeile automatisiert erstellt. Der Vorteil ist, dass die Titel-Zeile immer individuell auf die Suchanfrage zugeschnitten ist. Der Nachteil ist, neben dem Kontrollverlust, dass die Titel-Zeile nicht immer mit dem Rest der Text-Ad übereinstimmt. Das kann natürlich zu Irritationen bei der Kundin führen. Das Gute ist, dass die Titel-Zeile mit Abstand das wichtigste Element einer Google Text Ad ist.

 

5. Twitter: Automatisches Gebot

Auch Twitter bietet diese Option an. Empfohlen wird es neuen Werbetreibenden auf der Plattform. Die Gebote werden vom twitter-Algorithmus berechnet und sorgen für einen schellen und unkomplizierten Aufbau der Kampagne. Twitter bietet einen darüberhinaus die Möglichkeit ein Maximum- und ein Ziel-Gebot festzulegen. Durch diese Gebotmöglichkeiten kann man die Reichweite vergrößern, da Twitter nicht automatisch versucht mit einem Gebot zu punkten, das so niedrig wie möglich liegt.

 

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